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Pilze – Wertschöpfung neu gedacht

Herb.ERT für Pilzbetriebe in Zahlen. Der Herb.ERT Trockenschrank trocknet bis zu 30 kg Pilze je Charge auf 7,2 m² Trockenfläche – in 18 bis 25 Stunden, bei 25 bis 40 °C, im geschlossenen System ohne Außenluft. Er läuft an der 230-V-Steckdose mit 0,36 bis 0,46 kW und braucht je Charge rund 7,5 kWh, etwa 2 € Strom. Preis ab 9.000 € netto; die kompakte Workstation (7 kg je Charge, 2,1 m²) ab 5.900 €, der TC Container (ab 90 kg je Charge) ab 19.000 €. Im Einsatz bei Vitus Vitality (6 Trockenschränke) und den Schwammerlprinzen. Richtwerte je Pilzart: Pilz-Trockentabelle.

Warum Pilzzüchter mit Trockenveredelung neue Märkte erschließen

Pilze gelten unter Ernährungsforschern längst nicht mehr nur als Beilage – sondern als einer der vielversprechendsten Bausteine der zukünftigen Ernährung. Ihr hoher Eiweißgehalt, ihre vielseitige Einsetzbarkeit und ihre vergleichsweise ressourcenschonende Produktion machen sie zu einem zentralen Bestandteil moderner Ernährungskonzepte.

Parallel dazu verändert sich der Markt: Der Trend zu pflanzenbasierten Lebensmitteln wächst kontinuierlich. Pilze übernehmen dabei zunehmend eine Schlüsselrolle – nicht als bloßer Fleischersatz, sondern als eigenständige kulinarische Kategorie mit wachsender Nachfrage. Für Pilzzüchter eröffnet sich damit eine entscheidende Frage: Wie kann aus Frischware nachhaltige Wertschöpfung entstehen?

Vom Frischprodukt zur Spezialität

Frische Pilze sind sensibel, verderblich und preislich stark schwankend. Überschüsse, Sortierware oder kurzfristige Absatzprobleme führen schnell zu Verlusten. Genau hier liegt ein enormes Potenzial: Die gezielte Trockenveredelung ermöglicht es, aus frischer Ware lagerfähige Premiumprodukte zu entwickeln.

Getrocknete Pilze sind:

  • lange haltbar
  • einfach zu lagern und zu transportieren
  • vielseitig weiterverarbeitbar (Pulver, Gewürze, Extrakte)
  • hochkonzentriert im Aroma

Doch: Trockenpilz ist nicht gleich Trockenpilz.

Die entscheidende Stellschraube: Die Trocknung

In der Praxis zeigt sich ein klares Bild: Die Qualität des Endprodukts wird nicht vom Pilz bestimmt – sondern vom Trocknungsverfahren. Konventionelle Methoden – wie offene Lufttrocknung, Backofen oder einfache Dörrgeräte – arbeiten meist linear und temperaturgetrieben.

Das führt häufig zu:

  • Aromaverlust
  • ungleichmäßiger Trocknung
  • erhöhter Keimbelastung
  • strukturellen Schäden im Produkt

Gerade bei Pilzen ist das kritisch: Durch ihre Struktur und ihren Wassergehalt sind sie besonders anfällig für Fehlprozesse.

Hygienefaktor: Ein unterschätztes Risiko

Offene Trocknungssysteme bringen ein zentrales Problem mit sich: unkontrollierte Umgebungsluft.
Jeder Kubikmeter Luft enthält tausende Mikroorganismen – darunter:

  • Schimmelsporen
  • Bakterien
  • Feinstaub
  • Aerosole

Wird diese Luft permanent über das Trockengut geführt, steigt das Risiko von Kontaminationen erheblich. Für Direktvermarkter und professionelle Pilzzüchter bedeutet das: Qualität wird zum Risiko – und Hygiene zum Unsicherheitsfaktor.

Geschlossene Systeme als neue Basis

Moderne Lebensmittelverarbeitung setzt daher zunehmend auf geschlossene Trocknungssysteme mit kontrollierter Prozessluftführung.

Der entscheidende Vorteil:

  • konstante Bedingungen
  • reproduzierbare Qualität
  • Unabhängigkeit von Witterung und Umgebungsluft
  • deutlich reduzierte Keimbelastung

Doch auch hier gibt es grundlegende Unterschiede.

Der Unterschied liegt im Prozess – nicht im Gerät

Während viele Systeme versuchen, Wasser möglichst schnell zu entziehen, verfolgt Herb.ERT einen anderen Ansatz: TROCKEN.REIFUNG statt Zwangstrocknung. Die Trocknung erfolgt nicht linear, sondern in einem gesteuerten natürlichen Zyklus:

  • Wechsel zwischen Trocknungs- und Entspannungsphasen
  • Feuchtegeführte Prozesssteuerung
  • niedrige, produktschonende Temperaturen (ca. 25–40 °C)

Das Ergebnis:

  • gleichmäßige Entfeuchtung bis in den Zellkern
  • deutlich intensivere Aromatik
  • stabile, natürliche Texturen
  • minimierte Stressbelastung für das Produkt

Warum gerade Pilzzüchter davon profitieren

Für Pilzproduzenten eröffnet dieser Ansatz mehrere strategische Vorteile:

Verwertung von Überschüssen und B-Ware

Nicht marktfähige Frischware wird zur hochwertigen Spezialität.
→ Wertschöpfung statt Entsorgung

Aufbau eines Premium-Segments

Statt austauschbarer Standard-Trockenware entstehen:

• Pilzpulver mit intensiver Aromatik
• Gewürzmischungen
• funktionale Lebensmittelkomponenten
→ Differenzierung statt Preisvergleich

Verlängerung der Vermarktungsperiode

Saisonale Produktion wird unabhängig vom Absatzzeitpunkt.
→ Planbare Vermarktung

Hygienesicherheit

Durch die geschlossene Prozessluftführung entsteht ein kontrolliertes Umfeld.
→ Reproduzierbare Qualität – entscheidend für Direktvermarktung und Gastronomie

Energieeffizienz

Durch das System der Desorptionstrocknung und Nutzung der Produktenthalpie
→ deutlich reduzierter Energieeinsatz im Vergleich zu konventionellen Verfahren

Neue Produkte – neue Märkte

Mit hochwertig getrockneten Pilzen entstehen völlig neue Möglichkeiten:

  • Pilzextrakte für Saucen und Fonds
  • Pilzsalze und Gewürzlinien
  • funktionale Zutaten für vegane Produkte
  • Snack- und Feinkostprodukte

Gerade im Premium- und Feinkostbereich zeigt sich: Der Markt sucht keine Standardprodukte – sondern unverwechselbare Qualität.

Fazit
Pilze sind mehr als ein Frischprodukt. Sie sind ein Rohstoff mit enormem Potenzial zur Veredelung. Für Pilzzüchter bedeutet das einen Perspektivenwechsel:
Nicht mehr nur Produktion und Absatz von Frischware stehen im Fokus – sondern die gezielte Entwicklung von hochwertigen Spezialprodukten. Die entscheidende Grundlage dafür ist der Prozess. Und genau hier setzt Herb.ERT an:

Als System, das Trocknung nicht als technischen Zwang versteht – sondern als kontrollierten Reifeprozess zur Steigerung von Qualität, Haltbarkeit und Wertschöpfung.

Was 100 kg Sortierware pro Woche wert sind

Frische Sortierware bringt als B-Ware rund 0,30 € je Kilogramm – 100 kg sind 30 €. Dieselben 100 kg ergeben nach der Trocknung etwa 10 kg Trockenware: als Trockenpilz rund 300 €, als Pilzpulver rund 500 €. Der Strom dafür kostet im Trockenschrank 7,50 € (vier Chargen à 7,5 kWh). Bei 40 Produktionswochen sind das 18.500 € Mehrerlös im Jahr – der Trockenschrank ist in etwa 20 Wochen bezahlt.

VerwertungMengePreisErlös je WocheErlös je Jahr (40 Wochen)
Sortierware frisch verkaufen100 kg0,30 €/kg30 €1.200 €
als Trockenpilz10 kg30 €/kg300 €12.000 €
als Pilzpulver10 kg50 €/kg500 €20.000 €
Strom Trockenschrank (4 Chargen)30 kWh0,25 €/kWh− 7,50 €− 300 €
Mehrerlös Pulver gegenüber B-Ware, nach Strom462,50 €18.500 €

Nicht eingerechnet sind Arbeitszeit, Verpackung und Mühle; Preise sind Marktannahmen, Netto. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen – oder lassen Sie uns das gemeinsam für Ihre Mengen tun.

Preis, Fläche und Strom im Verhältnis

Ein Trockner wird selten über den Kaufpreis teuer, sondern über den Strom. Herb.ERT trocknet nicht mit Hitze, sondern entzieht der Prozessluft die Feuchte im Kreislauf – deshalb liegt die Leistungsaufnahme beim Trockenschrank unter 0,5 kW für 7,2 m². Ein Dörrautomat braucht für einen Quadratmeter rund 1 kW, ein Heißluft-Trockenschrank für vier Quadratmeter fast 5 kW.

GeräteklasseAnnahmePreis je m² TrockenflächekWh je m² und TagStromkosten je m² und Tag
Dörrautomat, 10 Etagenca. 1 m², 1.000 W, ca. 300 €300 €246,00 €
Heißluft-Trockenschrank gewerblichca. 4 m², 4,75 kW Drehstrom, ca. 9.000 €2.250 €28,57,10 €
Gefriertrockner kleinca. 1 m², 1,5 kW, 30 h je Charge, ca. 12.000 €12.000 €ca. 4511,30 €
Herb.ERT Trockenschrank7,2 m², 0,30–0,38 kW im Zyklus, 9.000 €1.250 €1,0–1,30,28 €

Fünf Jahre, 7,2 m² Trockenfläche, 150 Chargen pro Jahr

VarianteAnschaffungStrom in 5 JahrenGesamt
Herb.ERT Trockenschrank9.000 €1.550 €10.550 €
7 Dörrautomaten (gleiche Fläche)2.100 €31.500 €33.600 €
2 Heißluft-Trockenschränke18.000 €42.750 €60.750 €

Generische Geräteklassen, Marktdurchschnitt Oktober 2026 (Shop-Preise österreichischer Gastro- und Agrarhändler, Herstellerangaben zur Leistung). Strom 0,25 €/kWh netto, 24 h je Charge, Herb.ERT im Zyklus 50 min Betrieb / 10 min Pause. Ohne Arbeitszeit, Wartung und Ausbeuteunterschiede.

Nach fünf Jahren kostet der Herb.ERT Trockenschrank samt Strom rund 10.500 €. Dieselbe Trockenfläche aus Dörrautomaten kostet 33.600 €, aus Heißluftschränken 60.750 € – fast ausschließlich Strom.

Welcher Herb.ERT passt zu Ihrer Pilzmenge?

Bis 20 kg pro Woche – Workstation

7 kg Pilze je Charge, 2,1 m², 84 × 70 × 80 cm, 0,18–0,21 kW, auf Rollen, 230 V.
Ab 5.900 € netto.

20 bis 120 kg pro Woche – Trockenschrank

30 kg Pilze je Charge, 7,2 m², 170 × 70 × 80 cm, 0,36–0,46 kW, 230 V.
Ab 9.000 € netto. Mit Pilz-Turbolüfter (Rückwandmodul, 1.900 €) für kürzere Chargen bis ca. 150–200 kg pro Woche.

Ab 300 kg pro Woche – Container oder mehrere Schränke

TC Container ab 90 kg je Charge, 72 Trays, ab 19.000 € netto, projektbezogen geplant. Oder wie Vitus Vitality: sechs Trockenschränke mit 180 kg je Charge, jede Pilzart in ihrer eigenen Charge.

Alle Modelle: Edelstahl-Innenraum, Hygiene-Gehäuse, Sichttür, entnehmbares Trocknungsmodul, Ersatzteile mindestens 10 Jahre. Alle Modelle vergleichen

Herb.ERT Anwender für Pilze

Testen Sie es mit Ihren Pilzen

Schicken Sie uns 5 bis 10 kg Ihrer Pilze – Sortierware, Übermengen oder A-Ware. Wir trocknen sie in Lengenfeld im Herb.ERT Trockenschrank und Sie bekommen die Trockenware zurück, dazu das Trocknungsprotokoll mit Temperatur- und Feuchteverlauf, Dauer, Ausbeute und Restfeuchte. Kostenlos und unverbindlich.

Jetzt ein unverbindliches Angebot anfordern!

JA – Ich will… mehr über Herb.ERT wissen!

Welche Informationen möchtest du anfordern

Welcher Herb.ERT passt zu Ihnen?

Von der kompakten Workstation mit 2,1 m² Trockenfläche über den Herb.ERT Trockenschrank mit bis zu 7,2 m² bis zum TC Container für 60 bis 500 kg pro Charge: Alle Herb.ERT Modelle im Überblick.

Warum Herb.ERT anders trocknet als ein Dörrgerät, erklärt Was macht Herb.ERT anders als Dörrgeräte. Was sich damit verdienen lässt, zeigt Wertschöpfung pro Kilogramm.

Häufige Fragen zur Pilztrocknung

Wie lange dauert eine Pilzcharge im Herb.ERT?

In Scheiben geschnittene Pilze brauchen im Trockenschrank 18 bis 25 Stunden, ganze oder dickfleischige Pilze länger. Der Zyklus wechselt automatisch zwischen Trocknungs- und Entspannungsphasen; Richtwerte je Pilzart in der Pilz-Trockentabelle.

Wie viel Strom braucht eine Charge?

Der Trockenschrank nimmt 0,36 bis 0,46 kW auf und läuft im Zyklus 50 Minuten, 10 Minuten Pause. Eine Charge von 22 Stunden braucht rund 7,5 kWh – bei 0,25 € je kWh etwa 2 € für bis zu 30 kg Pilze.

Was kostet ein Herb.ERT für Pilzbetriebe?

Workstation ab 5.900 €, Trockenschrank ab 9.000 €, TC Container ab 19.000 €, alle netto. Je m² Trockenfläche: 2.810 €, 1.250 €, ab 790 €. Zubehör wie der Pilz-Turbolüfter (1.900 €), Netzeinsätze und flache Trays sind optional.

Wie viel Trockenware ergibt ein Kilogramm Pilze?

Etwa 100 g – Champignons 80 bis 100 g, Shiitake 120 bis 150 g, Kräuterseitling 100 bis 120 g. Die Restfeuchte liegt je nach Ziel bei 6 bis 12 %; für Pulver trocknet man auf 6 bis 8 %.

Warum nicht ein Dörrautomat oder Heißluftschrank?

Beide trocknen mit Hitze und offenem Luftaustausch: mehr Strom je Quadratmeter (24 bis 28 kWh am Tag statt 1 bis 1,3 im Herb.ERT), Raumluft mit Sporen und Keimen am Produkt, Aromaverlust durch Temperatur. Für sehr kleine Mengen unter 5 kg pro Woche reicht ein Dörrautomat.

Kann ich verschiedene Pilzarten gleichzeitig trocknen?

Technisch ja; stark aromatische Arten wie Shiitake trocknet man besser getrennt, damit sich Aromen nicht übertragen.

Gibt es Förderung?

Wir beraten Sie kostenlos zu Fördermöglichkeiten für Ihren Betrieb – von der landwirtschaftlichen Investitionsförderung bis zu regionalen Programmen.

Ratgeber: Pilze trocknen – Anleitung, Trockenzeiten und Tipps · Alle Themen im Ratgeber

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