Kurz gesagt: Kräuter mit festen, ölhaltigen Blättern – Oregano, Thymian, Rosmarin, Majoran, Salbei – trocknen Sie. Zarte, wasserreiche Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Dill, Kerbel oder Koriander behalten eingefroren mehr Geschmack. Getrocknete Kräuter brauchen keinen Strom zur Lagerung und sind vielseitiger einsetzbar; eingefrorene schmecken frischer, werden aber weich.
Wohin mit der Kräuterernte? Trocknen und Einfrieren sind die beiden wichtigsten Methoden, Kräuter haltbar zu machen. Welche besser ist, hängt vom Kraut und von der späteren Verwendung ab.
Trocknen oder einfrieren? Der Vergleich
| Kriterium | Trocknen | Einfrieren |
|---|---|---|
| Geeignete Kräuter | Oregano, Thymian, Rosmarin, Majoran, Salbei, Minze, Bohnenkraut, Teekräuter | Schnittlauch, Petersilie, Dill, Kerbel, Koriander, Bärlauch, Borretsch |
| Geschmack | konzentriert, bei manchen Kräutern intensiver | näher am frischen Kraut |
| Konsistenz | trocken, rebelbar | weich, nicht für Garnituren geeignet |
| Haltbarkeit (volles Aroma) | ca. 12 Monate | ca. 6–12 Monate |
| Lagerung | Glas oder Dose, kein Strom nötig | Gefriertruhe, dauerhaft Strom |
| Verwendung | Würzen, Tee, Kräutersalz, Mischungen, Verkauf | Kochen, Saucen, Suppen, Dips |
| Verkauf ab Hof | einfach: verpacken, etikettieren, lagern | aufwendig: Kühlkette nötig |
Welche Kräuter darf man nicht einfrieren?
Verboten ist es bei keinem Kraut, aber nicht alle profitieren davon:
- Basilikum wird roh eingefroren schwarz und matschig. Besser in Öl eingefroren oder als Pesto – oder sehr schonend getrocknet.
- Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei lassen sich zwar einfrieren, getrocknet sind sie aber praktischer und aromatischer.
- Kräuter für Garnituren verlieren beim Einfrieren ihre Form – dafür eignen sie sich frisch oder getrocknet besser.
So frieren Sie Kräuter richtig ein
- Waschen, gut trocken tupfen, fein hacken.
- Locker in Gefrierbeutel oder Dosen füllen – oder portionsweise mit etwas Wasser oder Öl in Eiswürfelformen.
- Gefroren direkt ins Gericht geben, nicht auftauen.
Wie halte ich Kräuter länger frisch?
Für ein paar Tage: Petersilie, Dill und Koriander wie einen Blumenstrauß ins Wasserglas stellen, zarte Kräuter in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank aufbewahren. Basilikum mag keine Kälte und bleibt bei Zimmertemperatur länger frisch. Für Wochen und Monate führt kein Weg an Trocknen oder Einfrieren vorbei.
Für Direktvermarkter: Trocknen hat die Nase vorn
Wer Kräuter verkaufen möchte, ist mit getrockneter Ware klar im Vorteil: keine Kühlkette, lange Haltbarkeit, einfache Lagerung und vielfältige Produkte von Teemischungen bis Kräutersalz. Mit einer schonenden Trocknung lassen sich auch zarte Kräuter wie Schnittlauch, Dill oder Bärlauch in verkaufsfähiger Qualität trocknen. Mehr dazu: Kräuter und Blüten schonend trocknen.
Häufige Fragen
Ist es besser, Kräuter zu trocknen oder einzufrieren?
Das hängt vom Kraut ab: Feste, ölhaltige Kräuter wie Oregano, Thymian und Rosmarin trocknen Sie besser. Zarte Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Dill behalten eingefroren meist mehr Geschmack.
Kann man frische Gartenkräuter einfrieren?
Ja. Waschen, trocken tupfen, hacken und in Beuteln oder portionsweise mit Wasser oder Öl in Eiswürfelformen einfrieren. Gefroren direkt ins Gericht geben.
Welche Kräuter darf man nicht einfrieren?
Basilikum wird roh eingefroren schwarz – besser in Öl oder als Pesto. Mediterrane Kräuter lassen sich einfrieren, sind getrocknet aber praktischer.
Wie lange halten eingefrorene Kräuter?
Etwa 6 bis 12 Monate. Danach sind sie noch essbar, verlieren aber Aroma.
Mehr im Ratgeber: Lebensmittel richtig trocknen und im Leitfaden Kräuter richtig trocknen.
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